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Aus- und Weiterbildung in der PR-Branche
Das Internet gewinnt auch in der PR-Branche zunehmend an Bedeutung. Daher sind sich auch zwei Drittel der Pressesprecher, Agenturen und PR-Experten einig, dass in diesem Bereich der größte Weiterbildungsbedarf besteht. Der Fokus wird dabei insbesondere auf Online-PR und die Nutzung von Social Media gelegt. Bei der Operativen und der Strategischen Planung, die schon seit Jahren zu den etablierten PR-Maßnahmen gehören, halten die meisten den aktuellen Kenntnisstand für ausreichend. Lediglich ein Drittel der insgesamt 1.100 Befragten halten auch hier Fortbildungen für notwendig. Am besten scheinen die Optimierung der Arbeitsabläufe, die Qualitätssicherung und die Evalution der zu funktionieren. Lediglich 22,6 Prozent, also etwas mehr als ein Fünftel, sehen hier noch Nachholbedarf. Ermittelt wurden diese Werte im Rahmen einer Umfrage, die von news aktuell und Faktenkontor durchgeführt wurde. Befragt wurden ausschließlich Personen, die sich gut mit der PR-Branche auskennen.
Das Weiterbildungen gut und wichtig sind, gilt auch unter PR-Fachleuten als weitestgehend unbestritten. Bei der Auswahl der Seminare lassen sich 70 Prozent vom Preis leiten, positive Erfahrungswerte sind für mehr als die Hälfte aller Umfrage-Teilnehmer wichtig. Geschäftsleitungsmitarbeiter legen zu 52 Prozent großen Wert auf gute Referenten, bei Voluntären, Praktikanten und anderen Neueinsteigern liegt das Augenmerk zu 33 Prozent eher darauf, dass der Anbieter zertifiziert ist.
Bei der Suche nach interessanten Weiterbildungsangeboten lassen sich 63 Prozent aller Befragten von persönlichen Empfehlungen leiten. Dies trifft vor allem auf Einsteiger (75,6 Prozent), Mitglieder der Geschäftsführung (72,2 Prozent) und andere Führungspersonen (66,9) Prozent. PR-Berater bevorzugen eher die Online-Recherche, insgesamt spielt das Internet für 61 Prozent eine große Rolle. 53 Prozent nutzen dabei vor allem die Newsletter der Fortbildungsunternehmen, 16,8 Prozent schauen sich in Blogs und Social Networks um.
Auch bei der Aneignung von Fachwissen ist das Internet für 56,1 Prozent der PR-Experten von großer Bedeutung, noch mehr (57 Prozent) nutzen Fachzeitschriften, um sich neue Informationen zu beschaffen. Fachbücher sind vor allem bei den Agenturchefs und anderen Führungsmitarbeitern beliebt, 42,3 Prozent dieser Gruppe beschäftigen sich regelmäßig damit. Pressesprecher erweitern ihr Wissen zu 37 Prozent vorzugsweise auf Veranstaltungen ihres Berufsverbandes, PR-Berater setzen zu 37,3 Prozent Linie auf Fortbildungsmaßnahmen.
Die beste Ausbildung erhalten angehende PR-Fachleute laut Umfrage an der Universität Leipzig, 20,2 Prozent der befragten Absolventen sind mit dem dortigen Studiengang "Master Communication Management" überaus zufrieden. Auf Rang zwei rangiert die TU München mit dem "Master of Business Administration (MBA), Communication & Leadership" (11,9 Prozent), Platz drei belegt der "Master Kommunikationsmanagement" der Universität Hohenheim mit 10,2 Prozent.
Als bester Professor für zukunftsorientierte und akademisch fundierte Forschung gilt aus Sicht der Umfrage-Teilnehmer Ansgar Zerfaß mit einer Zustimmungsquote von 33,3 Prozent, knapp dahinter liegt sein Kollege Günter Bentele mit 29,6 Prozent; beide sind an der Uni Leipzig tätig. Auf dem dritten Rang rangiert Claudia Mast von der Universität Hohenheim, die von 20,6 der PR-Experten für innovativ und fortschrittlich gehalten wird.
Die besten Berufsaussichten bietet laut 35,5 Prozent der Befragten ein allgemeines Hochschulstudium, ähnlich gute Chancen werden von 30,4 Prozent den Absolventen eines Studiums mit PR-Zusatzausbildung bescheinigt. Das Masterstudium "Kommunikationsmanagement/PR" sehen immerhin 14 Prozent der Branchenkenner aus grundlegend für eine erfolgversprechende PR-Karriere an.




