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Facebook: Selbstdarstellung 2.0
"Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking. Self-Presentation 2.0: Narcissism and Self-Esteem on Facebook" heißt die Studie der Psychologin Soraya Mehdizadeh, die das interessante Ergebnis hervorbrachte: Facebook ist für viele Menschen eine Bühne, auf der sie sich selbst in dem Licht darstellen können, welches ihnen am besten gefällt. Einhundert College-Schüler wurde gefragt, welchen Aktivitäten sie auf Facebook nachgehen. Narzistisch veranlagte Menschen nutzen dem Ergebnis zufolge Facebook, um sich der Welt zu präsentieren und Eigenwerbung zu betreiben.
Uwe Hasebrink, Direktor des Hans Bredow Instituts bringt es auf den Punkt. Social Communities im Allgemeinen, aber ganz besonders auf Facebook dienen dem Management der Identität. Natürlich versuchen Menschen auch Beziehungen aufzubauen und diese zu erhalten, doch ein Großteil der User wirbt nur für sich selbst
liebertonline.com ist der Ort, an dem die Studie veröffentlicht wurde. Narzissmus ist ein Zustand, in dem ein Mensch sich selbst zu wichtig nimmt. Er bewundert quasi die eigene Wichtigkeit und will dies anderen Menschen mitteilen. Facebook, aber auch andere Portale bieten hierfür die geeignete Plattform. Man hat immer die Kontrolle, wie man sich anderen Usern gegenüber präsentiert. Oberflächliche Beziehungen sind hier vorprogrammiert.
Durch den Darstellungsdrang, ist der narzistische User deutlich aktiver, als andere. Natürlich hat jeder Mensch irgendwo eine Ader, die ihn sich vor anderen darstellen und präsentieren lässt. Gerade wenn man ein Profil anlegt, überlegt sich doch jeder, wie er wahrgenommen werden will. Dadurch ist man noch lange kein Narzist. Bekommt die Sache allerding eine Eigendynamik und werden echte soziale Bindungen durch die Nutzung von Facebook untersagt, kann man davon ausgehen, dass eine starke narzistische Ausprägung vorhanden sei.




