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Google stoppt Kommunikationsdienst Google Wave
Bereits zwei Monate nach dem offiziellen Start des Echtzeit-Kommunikations- und Zusammenarbeitsdienstes Google Wave hat Google den Online-Service wieder eingestellt. Laut Senior VP of Operations bei Google Wave, Urs Hölzle, soll der Dienst den durchschnittlichen User nicht genügend überzeugt und angesprochen haben. Google stellt die Entwicklung von Google Wave deshalb bis auf weiteres ein, auch wenn die Plattform voraussichtlich noch bis Ende 2010 genutzt werden kann.
Obwohl Google Wave schon im Vorfeld von Experten hoch gelobt wurde, konnte sich diese Form des 'Grassroots-Marketing' als Alternative zu geläufigeren Kommunikationsformen nicht durchsetzen. Der Google-Dienst, der E-Mail, Instant Messaging, kollaborative Dokumentenbearbeitung und vieles mehr auf intelligente Weise miteinander verknüpft, hat vermutlich seine User überfordert. Dennoch sollen zukünftige Projekte von den Wave-Technologien profitieren.
Laut dem Medienexperten Ossi Urchs lag einer der besonderen Vorzüge von Google Wave in der Integration verschiedener Formate und Protokolle: "Da gibt es bestimmt haufenweise Code, den man sehr vielseitig nutzen kann". Auch Google zeigt sich trotz Scheitern des Kommunikationsdienstes optimistisch und plant, Code und Technologien wieder zu verwerten, ohne allerdings genauere Angaben darüber zu machen, in welche Projekte die Technologien zukünftig einfließen werden..
Dass nach dem wenig spektakulären Start von Google Buzz in diesem Jahr bereits der zweite Google-Service keinen Anklang bei den Usern findet, soll Google nicht weiter stören. Vielmehr bewertet Urchs dies als eine der Strategien des Unternehmens: „Mit einer Beta-Version testen, was ankommt, und das, was nicht ankommt, gleich wieder einkassieren.“




