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Google Streetview - Was gibts neues ?

Lena Wagner, Verantwortliche für Google Streetview Deutschland, erklärte der Presse heute, dass man Ende des Jahres, die Straßenansichten von 20 großen Städten Deutschlands durch die Streetview Software zugänglich machen wolle. Um der Datenschutzdebatte gleich zu Anfang den Wind aus den Segeln zu nehmen, erklärte sie vor versammelter Presse, dass es ein leicht zu bedienendes Tool geben wird, mit dessen Hilfe jeder Bewohner eines Hauses, dasselbe unkenntlich machen kann. So sei die Privatspähre gewahrt und es müsse niemand damit leben, dass sein Zuhause von jedermann eingesehen werden kann.

Google hat seinerzeit mit Streetview für negative Schlagzeilen gesorgt, da man während den Fotoaufnahmen gleichzeitig die Daten vorhandener W-Lan Netzwerke sammelte und diese auch speicherte. Man überlege bei Google, ob sich eine Veröffentlichung überhaupt lohne, bzw. ob die Deutschen diesen Service überhaupt wollen, so die Überlegungen laut Wagner. Die Abrufstatistiken haben uns dann letztendlich doch überzeugt, den Dienst auch weiterhin anzubieten. Gerade wenn es um die Urlaubsplanung oder die Suche nach einem geeigneten Wohnort ginge, würden viele Menschen Streetview als kleinen Blick in die Ferne einsetzen.

Menschen die kein Interesse daran haben, dass man Ihr Haus in der Öffentlichkeit sehen kann, haben die Möglichkeit, unter www.google.com/streetview ab nächster Woche einen offiziellen Einspruch abzugeben. Dies war bisher per Post auch schon möglich und natürlich wurden die Belange der Absender bereits in den neuen Versionen berücksichtigt. Man versuche bei Google die Wogen des Sturms zu glätten und das Vertrauen der Nutzer zu bewahren und wieder aufzubauen. Zur Zeit gäbe es laut Wagner Einsprüche im 5stelligen Bereich. Auf die Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik gerechnet, sei dies aber nur ein verschwindend kleiner Anteil am ganzen Streetviewangebot. Daher erwarte man auch keinerlei qualitative Einschränkungen für Nutzer und Interessierte.

Seit 2008 sind die Streetview Autos und Fahrräder in ganz Deutschland unterwegs und fotografieren die Straßenverläufe, um sie in digitaler Form auf großen Festplatten zu speichern. Natürlich kämen auch bei diesem Verfahren immer mal wieder kleinere technische Pannen vor, doch die Lücken habe man bereits geschlossen. Inzwischen sind auch kleinere Nebenstraßen erfasst und nachträglich bearbeitet worden. Ein Laser erfasse die Bemaßungen der Umgebung, wodurch man die Nutzung von Streetview zu einem intensiveren Erlebnis werden lassen kann. Kenne das System die Größenordnungen vor Ort, könne es die Darstellung der einzelnen Blickwinkel, Abschnitte und Fotos optimieren, damit der User einen höchstmöglichen Nutzen von unserem Service hat.

Bis zum Jahresende wolle man alle 20 Städte soweit aufbereitet haben, dass die Ergebnisse einer breiten Masse präsentiert werden können. Mit dazu gehören unter anderem Berlin, Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Nur in diesen Städten ist der Onlineeinspruch möglich und erlaubt es den Besitzern unerwünschte Blicke von ihrem Eigentum fernzuhalten.

Google fertigt die Daten mit sehr viel Sorgfalt an und ermöglicht dadurch einzigartige Informationsbeschaffung. Leider muss das Unternehmen sich ständig auf einem Grat zwischen Nutzen und Privatspäre bewegen. Negative Beispiele aus der Vergangenheit, haben sicher ihren Teil dazu beigetragen.