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Hackerangriff auf wo-ist-sven.de
Johannes B. Kerner hat in seiner Sendung auf SAT 1 zur bundesweiten Suche nach seinem Redakteur Sven aufgerufen. Schon kurz danach, noch im Laufe der aktuellen Sendung, wurde ein groß angelegter Hackerangriff auf die Seite www.wo-ist-sven.de gestartet. Innerhalb weniger Minuten war die Homepage nicht mehr zu erreichen, sollte sie die Sucher doch mit wichtigen Informationen über den möglichen Aufenthaltsort versorgen.
Das Thema des Beitrags, in dem es unter anderem um Anonymität und Datensicherheit ging, verselbständigte sich noch während der Sendung zu einem real gewordenen Beispiel.
Am Donnerstag, 12.08.2010 begann SAT 1 mit dem Experiment. Kerner rief die Zuschauer dazu auf, sich über die Seite des Redakteurs informationen zu beschaffen. Diese sollten um eine Stunde zeitversetzt hochgeladen und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Schon kurze Zeit später wurde die Seite durch einen offensichtlich kriminellen Akt lahmgelegt. Tausende Verfolger sind auf Twitter und andere Social Networks und Communities ausgewichen, da der Server durch die niederschmetternde Attacke mehrerer Hacker nicht mehr funktionierte.
Nichts sei mehr sicher in der digitalen Welt, so Moderator Johannes B. Kerner. Trotzdem sei es für ihn höchst interessant zu sehen, dass so viele Menschen sich durch einen Hackerangriff nicht davon abhalten ließen, die Suche nach Sven fortzusetzen. Die Polizei sei seitens des Providers schon eingeschaltet und auch die SAT 1 Rechtsabteilung habe sich der Sache angenommen.
Das Suchspiel auf der Homepage www.wo-ist-sven.de kann also weitergehen und das Interesse der Menschen reißt nicht ab. Sinn des Spiels ist es, herauszufinden, ob man in der digitalen Welt, dem Zeitalter von Handy, Internet, Webcam und Co., eigentlich noch allein sein oder untertauchen kann. Ist es möglich zu Leben, ohne dass man innerhalb kurzer Zeit gefunden wird? Kann man noch anonym bleiben? Diese Frage versucht Sven zu klären, indem er drei Wochen lang durch Deutschland reist und versucht, dabei unerkannt zu bleiben. Wer herausfindet, wo er sich gerade befindet, bekommt als Finderlohn 10.000 Euro von SAT 1. Diese Gewinnsumme ist für tausende Menschen Anlass genug, sich auf die digitale Spurensuche zu begeben.
Gerade bei vielbesuchten Seiten versuchen Hacker immer wieder, den Server zum Absturz zu bringen oder sich in irgendeiner sonstigen Art und Weise darzustellen. Es geht nicht um Geld oder andere materielle Dinge, sondern um den Ruhm in der Szene. Wer knackt einen Code als Erster, wer dringt in ein bestimmtes Netzwerk ein, wo noch niemand einen Überfall vollbracht hat? Dies sind die Wertmaßstäbe, nach denen Hacker arbeiten.
Die Möglichkeiten der Spurensuche sind vielfältig. Man kann es über öffentliche Webcams versuchen, ob man Sven irgendwo sieht oder man verständigt sich mit Freunden über Facebook, Twitter und andere Portale, ob jemand etwas von ihm entdeckt hat. Natürlich hinterlässt Sven auch Spuren und macht sicherlich irgendwann einen Fehler. Dann heißt es: Du bist Sven!
Einzige Einschränkung: Zur Suche dürfen keine illegalen Mittel genutzt werden. Sonst ist alles möglich. SAT 1 hat einen großen Medienrummel mit diesem Experiment herbeigerufen, hat man doch noch nie vorher so ein Projekt gestartet. In den folgenden Sendungen von Johannes B. Kerner wird man sicherlich auf dem Laufenden gehalten und kann sich über den Ausgang der Suche informieren.




