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Nachbarschaftshilfe: Eine Hand wäscht die andere Geschäftsmodell erfolgreich
Wer einen Rasenmäher braucht, aber nicht das nötige Kleingeld hat, um sich einen zu kaufen, der kann sein Glück beispielsweise auf snapgoods.com versuchen. Das Unternehmen gehört zu einer Reihe von neuen Startups, die sich ein ganz besonderes Geschäftsmodell ausgedacht haben. Die User können Gegenstände zum Verleih anbieten, damit andere davon profitieren können. So lernt man sich kennen und hat einen Nutzen davon.
Neihgborgoods.net und sharesomesugar.com sind ähnliche Dienste, die mit dieser Idee arbeiten. Menschen die bestenfalls nicht weit voneinander entfernt wohnen, sollen sich verabreden und Dinge untereinander verleihen können. So kann man von der Hilfe des jeweils anderen profitieren. Der Einzelhandel sieht solche Modelle sicherlich nicht gerne, regen sie doch zum Ausleihen, anstatt zum Kauf an.
Der Mitbegründer von Snapgoods, Ron Williams nennt seinen Business access economy. Menschen verstehen langsam, dass der Konsum im großen Stil nicht glücklich macht. Das ganze Wirtschaftssystem, welches erklärt, dass jeder Menschen ein Produkt selbst besitzen müsste, sei völlig überholt. Natürlich wird es auch in 100 Jahren noch Dinge geben, die man immer wieder selbst kaufen muss, doch andere lassen sich hervorragend mit Menschen teilen.
Das großte Potential steckt in der Motivation, einen Dienst wie sharesomesugar.com zu nutzen. Teure Gegenstände können so ausgiebig gestest werden, bevor man sich entschließt, diese selbst zu kaufen. Analysten geben sofort Entwarnung. In näherer Zeit würde sich dieses Modell nicht gegen bisherige Traditionen durchsetzen können. Doch auch der Mehrwert ist nicht zu unterschätzen. Durch das Ausleihen von Dingen, lernt man den Nachbarn endlich einmal kennen, so der Kanon der Entwickler.




