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Nahezu 50 Millionen Deutsche sind online - Studie von ARD und ZDF bringt interessante Ergebnisse

ARD & ZDF haben die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Onlinestudie 2010 veröffentlicht und sind zu interessanten Ergebnissen gekommen.

49 Millionen Menschen ab einem Alter von 14 Jahren, nutzen zumindest gelegentlich das Internet. Damit läge die Teilnahme am WWW bei 69,4 Prozent. Diese Zahl belegt, dass im Vergleich zum vorhergehenden Jahr 5,5 Millionen User neu dazugekommen sind. Grund dafür ist der Zuwachs an älteren Nutzern, sowie die Einbeziehung und Berücksichtigung der nicht-deutschen Bevölkerung, die aber in Deutschland lebt.

Über 75 Prozent der deutschen Onliner sind täglich im Netz. Ähnlich wie beim Fernsehen, wird das Internet regelmäßig genutzt und dabei fast täglich eingeschaltet. Die Reichweite liegt damit in Bereichen, wie man sie sonst nur vom Fernsehen her kennt. Sollte man meinen, dass viele Menschen dadurch auf das TV Programm verzichten, wird man durch die Ergebnisse der Studie eines Besseren belehrt. Der Konsum bewegter Bilder steige weiter an, sowohl Online, als auch über das herkömmliche Medium Fernsehen.

Wichtiger noch als die meisten Web 2.0 Aktivitäten, ist für viele Nutzer das Ansehen von Onlinevideos, die auf einigen Plattformen angeboten werden. Die hauptsächliche Nutzung erfolgt über Onlineportale, die es den Nutzern ermöglichen, eigene Inhalte hochzuladen und somit einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen. 65 Prozent aller Internetuser schauen Videos und nur 40 Prozent nutzen Communitys. Ungefähr 12 Millionen Menschen schauen sich regelmäßig Medien über Webangebote der Fernsehsender an.

Die ZDF Mediathek wäre Pionierarbeit im Bezug auf die breite Nutzung von Onlineinhalten, so Markus Schächter, Vorsitzender der ARD/ZDF Medienkommission. Man habe früh erkannt, dass die Nachfrage nach Angeboten dieser Art stark ansteigen würde. Die Reichweite der ausgestrahlten Sendungen breite sich auf diese Art um 1 bis 3 Prozent aus, als es mit der bisherigen TV Sendung möglich war. Bewegte Bilder seien ein wichtiger Pfeiler der zukünftigen Internetnutzung, so Schächter.

Dr. Helmut Reitze, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF Medienkommission stimmt den Aussagen seines Kollegen zu. Das Team Radio und Fernsehen, so gab er zu Protokoll, würde sich nicht mit dem Internet auf einen Verdrängungswettbewerb einlassen. Die Nutzung der Onlinemedien sei für Großteile der Bevölkerung selbstverständlich geworden und so könnten beide Sparten parallel existieren und sich entwickeln. Die Inhalte können kostenlos abgerufen werden, was dem Konsumverhalten der Nutzer sehr entgegen käme.