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Widerspruchtool für Google Street View online

Google ist bekanntlicherweise immer für eine Überraschung gut. Das neuste Projekt ist google Street Viev. Hervorgegangen ist Google Earth und Google Maps. Beim Street View ist es den Anwendern möglich, einen Standort aus einem Blickwinkel zu sehen, als würde der Teilnehmer direkt auf der Straße stehen. Für manche Institutionen und Firmen mag das ja von Vorteil sein. Der Tourismusbereich dürfte besonders davon profitieren. Durch Street View können Orte leichter gefunden werden. Das Bildmaterial stammt von Fahrzeugen, die die Straßen abgefahren haben.

Privatpersonen sehen dieser neuen Google Funktion allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. Auch bei den Datenschützern ist das neue Projekt von Google äußerst umstritten. Da es den Nutzern möglich ist, sich in Fußgängerperspektive durch Google Street View zu bewegen, werden zu viele Details veröffentlicht, die einen Rückschluss auf das Umfeld der Menschen geben können. Selbst Politiker verlangen ein Google Street View Gesetz. In Deutschland ist es möglich, einen Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Fotos des eigenen Hauses einzulegen. Dieser Dienst ist auch über das Internet möglich. Mit einem besonderen Tool können die Mieter oder die Hausbesitzer ihre Immobilie unkenntlich machen. Wie Google mitteilte, gilt die Widerspruchsfrist bis zum 15.9., 24.00 Uhr. Politiker fordern allerdings eine Fristverlängerung, denn in einigen Bundesländern sind noch Ferien.

Wer sein Gebäude bei Google online unkenntlich machen möchte, muss zunächst seine Adresse bei Google eingeben. Weiterhin müssen Angaben über die Etagen, die Form des Dachesund weitere Merkmale, wie zum Beispiel die Bepflanzung vor dem Haus, angegeben werden. Nachdem die Daten an Google gesendet wurden, erhält der Betroffene eine Bestätigung per E-Mail. Auf dem Postwege wird dann ein Code versandt, mit dem der Widerspruch nochmals bestätigt werden muss. Google hat bestätigt, dass im Falle eines Widerspruchs die Häuser unkenntlich gemacht werden sollen.

Es darf gespannt darauf gewartet werden, wie das Ganze in Deutschland in der Zukunft laufen soll. Die Meinung der Verbraucher ist gespalten. Der eine Teil findet diesen neuen Service von Google gut, andere wiederum befürchten einen Eingriff in die Privatsphäre. Denn auch wenn Google die Daten unkenntlich macht, besitzen sie trotzdem immer noch das Original. Und bisher ist nicht geklärt, was mit den Originalaufnahmen bei einem Widerspruch geschehen wird.