Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 beruht auf der Annahme, dass das World Wide Web sich im Vergleich zu früher vollkommen neu präsentiere. Kritische Stimmen bezweifeln allerdings, dass es sich dabei tatsächlich um eine Neuerung des Web handele und sprechen lediglich von einer Erweiterung bzw. von einer „natürlichen“ Webentwicklung. Der Begriff Web 2.0 tauchte erstmals 2003 in einem Artikel des Amerikaners Eric Knorr auf. Tim O'Reilly lehnte sich 2006 mit seiner Definition des Begriffs Web 2.0 als „Web als Plattform“ an diesen an. Im Gegensatz zum vorausgesetzten früheren Web 1.0 postuliert der Begriff Web 2.0, dass es nicht länger einer begrenzten Anzahl von Personen bzw. Unternehmen vorbehalten bleibt, Web-Inhalte zu erstellen und Informationen zu verbreiten. Mittels entsprechender interaktiver Anwendungen soll nahezu jeder Benutzer selbst Inhalte erstellen, bearbeiten und austauschen bzw. sich mit anderen Nutzern vernetzen können. Zu den spezifischen Anwendungen des Web 2.0 zählen unter anderem Wikis, Weblogs, Podcasts, Soziale Netzwerke und Social Bookmarks. Zudem gründet der Begriff Web 2.0 auf der Behauptung, dass das Web in den 90er Jahren fast ausschließlich statische Webseiten präsentierte, während heute, dank entsprechender Technologien wie AJAX dynamische Webseiten das Web bestimmen.

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